DAS HOLZROCK

Das Holzrock Open Air ist ein linksautonomes Musik- und Kulturfestival. Das Festival wird von unterschiedlichen Menschen ehrenamtlich nach dem DIY (do-it-yourself) Prinzip organisiert. In monatlich stattfindenden Plenen kann sich jede*r einbringen, dabei streben wir in Grundsatzentscheidungen einen Konsens an. Die Festivalorga steht das ganze Jahr über für interessierte Mitwirkende und neue Ideen offen.

Das Holzrock soll ein diskriminierungsfreier Ort der Vielfalt sein, in dem Grenzen anderer respektiert werden und sich jede*r unabhängig von Herkunft und Genderidentität frei entfalten kann. Wir wollen einen nachhaltigen Raum für respektvolles und bewusstes Verhalten gegenüber Mensch, Tier und Natur schaffen. Bei uns herrscht kein Konsumzwang. Es geht nicht um Profit, sondern darum, dass möglichst viele Menschen ein schönes Festival zusammen gestalten und erleben können. Das Holzrock entsteht miteinander – füreinander, weil es Spaß macht die Welt selbst zu gestalten, deshalb verstehen wir uns nicht als Dienstleistende. Unser Ziel ist es Subkultur zu fördern und die regionale Kulturszene zu unterstützen sowie einen Raum für politische Ideen und Diskussionen zu schaffen.

GESCHICHTE

In seiner jetzigen Form gibt es das Holzrock seit 1991. Eigentlich reicht die Geschichte des Holzrock aber sogar bis ins Jahr 1984 zurück, als im Sengelenwäldchen in Schopfheim zum erstenmal so richtig der Punk abging: das Woodrock war geboren! Veranstaltet wurde das Woodrock hauptsächlich von der Antifa Lörrach und entwickelte sich schnell zu einem Fest der bundesweiten linken Szene. 1990 schließich fluteten schätzungsweise 3500 Besucher*innen das Festival und auch das kleine Städtchen Schopfheim. Damit jedoch waren die Kapazitäten des Veranstaltungsortes überfordert, aber auch ein wenig die der Veranstalter*innen selbst! Auch die Natur des Sengelen (Naturschutzgebiet) verkraftete die Sache nicht ganz so gut. Nicht zu vergessen, dass die Toleranz der Schopfheimer Mitbürger*innen an ihre (engen) Grenzen stieß, als ihre Heimat kurzfristig in Punkrock- City verwandelt wurde. So wurde also im Jahre 1991 der Name in Holzrock geändert und die Werbung auf die nähere Umgebung beschränkt. Veranstaltet wurde es von da an hauptsächlich von den jungen Leuten des autonomen Jugendzentrums Cafe Irrlicht. Seit dem hat sich die Besucherzahl auf rund 1000 eingependelt. 2008 wurde das Programm, um das Kulturzelt erweitert. 2010 schließlich wurde die Bühne des Sengelen in Eigenarbeit tüvgerecht saniert. Eine vollständige Rückvergrünung des Sengelen konnte so verhindert werden. Somit steht einer leuchtenden Zukunft vorerst nichts mehr im Wege! Seit 2018 besuchen uns Zirkus Zansiba mit einem zusätzlichen, grossen Zirkuszelt – nun gibt es noch mehr Bühnenplätze und buntes Spektakel am Holzrock.

2014 haben wir unser 30-jähriges Bestehen gefeiert.